Wie wirken heute die Bilder des Zweiten Weltkriegs aus russischer und deutscher Perspektive? An der traditionsreichen Moskauer Filmhochschule (VGIK) fand jetzt zu diesem Thema eine bilaterale Konferenz statt. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau wurde bei der Tagung »Das Kriegsbild: Propaganda und Chronik von zwei Seiten der Front« die Berichterstattung in den Wochenschauen aus deutscher und russischer Sicht verglichen. Im Mittelpunkt standen dabei die Arbeit der Kameramänner und die Authentizität der Bilder. Dr. Kay Hoffmann vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS hat die Reise nach Moskau mitgemacht und berichtet von dieser Tagung.
Vom 16. bis zum 19. April findet in Moskau eine Tagung zur Deutschen Wochenschau und zu ihrem Pendant auf russischer Seite statt. Die Wissenschaftspraktische Konferenz »Das Kriegsbild: Propaganda und Chronik von zwei Seiten der Front« will die Berichterstattung zum Zweiten Weltkrieg in Russland aus deutscher und russischer Sicht vergleichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit der Kameramänner auf beiden Seiten der Front. Auch Kay Hoffmann vom HAUSES DES DOKUMENTARFILMS und weitere Experten einer deutschen Gruppe sind mit dabei. Veranstaltet wird die Konferenz von der Allrussisch Staatlichen Universität für Kinematographie (VGIK) und dem Deutschen Historischen Institut in Moskau (DHI). Die Konzeption der Tagung haben Igor Grigorjew, I. Klebanov und V.I. Fomin übernommen. Igor Grigorjew hatte über das Thema auch schon den Dokumentarfilm.
Wenn man nur auf die letzten Jahre schaut, dann ist Europa des größte Sorgenkind der Europäer. Was aber ist Europa? Diese Frage versucht ein EU-Projekt zu klären, das mit einer Veranstaltung zum dokumentarischen Film über die Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Auftakt nahm. Im MIttelpunkt des Interesses steht »Der Oberrhein im Gebrauchsfilm«. Wir waren bei der Auftaktveranstaltung mit dabei und stellen das neue Forschungsprojekt vor, das über regionales Interesse hinausgeht.
Die »Karlsruher Monatsspiegel« sind ganz besondere Dokumentarfilme: »Geschichtsschreibung mit Zelluloid«, wie es bei der Einführung dieser lokalen Wochenschau im Jahre 1960 hieß. Der Werbefilmer Emil Meinzer produzierte sie mit Unterstützung der Stadt und zeigte sie in Karlsruher Kinos. Sogar in Amerika wurden die 15 Minuten langen Filme gespielt. Ernst Otto Bräunche hat die Geschichte der Monatsspiegel bei der Tagung »Die Wochenschau in Deutschland nach 1945« aufgearbeitet. Das HAUS DES DOKUMENTARFILMS veröffentlicht diesen Vortrag als exklusives Web-Dokument mit freundlicher Genehmigung des Autors.
